Meine Frau, die Schauspielerin

In Paris, so rechnet Yvan (nicht Yvonne, wie ihn die englischsprachigen Kollegen seiner Frau gerne auszusprechen pflegen) gleich zu Beginn dem Zuschauer vor, entfallen 1,4 Frauen auf einen Mann. Doch die Wahrscheinlichkeit für ihn, einen Sportjounalisten Mitte 30, ausgerechnet auf eine Schauspielerin zu treffen, betrug 1:120. "Als ich Charlotte begegnete, habe ich auf niemanden gehört. Und seitdem ist mir klar: mit einer Schauspielerin zu leben macht einen verrückt."

Ganz Paris liebt Charlotte. Und Yvan? Nun, er ist eben nur der Mann an ihrer Seite. So kann seine Eifersucht nicht ausbleiben, als sie mit dem alten Charmeur Terence Stamp im fernen London einen Liebesfilm dreht. Und als er ihr nachreist und alle Menschen am Set splitternackt herumlaufen sieht, bekommt für ihn der Ausspruch "Beim Film sind alle eine große Familie" mit einem Mal einen ganz anderen Klang...

Yvan Attal ist mit seinem Regie-Erstling eine wunderbare Hommage an seine Frau Charlotte Gainsbourg und damit auch an sich selbst, den "Mann an Charlottes Seite" voll leichten französischen Witzes und privater Zärtlichkeit in stilsicheren Bildern gelungen. Zwar verliert er gegen Ende etwas an Schwung und auch manche Nebenfiguren scheinen eher Woody Allens Filmschatulle entliehen, doch verleiht der Charme des Schauspielerpaares dieser typisch französischen Liebeskomödie zu jedem Zeitpunkt ihren ganz eigenen Reiz.